De Leumolen – Deutsch

De Leumolen

Geschichte

De Leumolen liegt an der Leubeek im Limburger Naturschutzgebiet Leudal: eine Wassermühle mit der Funktion einer Getreide- und Ölmühle. Das älteste Dokument, in dem „die Mühle auf Loe“ erwähnt wird, stammt aus dem Jahr 1461, die Mühle könnte jedoch älter sein. Die Mühle war damals ein Fachwerkbau aus Lehm und hatte nur die Funktion einer Getreidemühle. Drei Jahrhunderte später war die Wassermühle nun Eigentum des Klosters St. Elisabethsdal, die „Loyer Mühle“ wurde in Stein umgebaut und um eine Ölmühle erweitert, der Maueranker mit der Jahreszahl 1773 erinnert an dieses Ereignis. Die Mühle wurde 1956 von Staatsbosbeheer gekauft.

Mühle der Heiligen Ursula

De Leumolen wird im Volksmund auch St. Ursulamolen genannt. Die Geschichte besagt, dass die französischen Besatzer 1796 eine Statue der Heiligen Ursula aus dem Besitz des benachbarten Klosters in den Bach warfen und die katholische Heilige anschließend an der Mühle angeschwemmt wurde. Ursula wurde liebevoll aufgenommen und gab der Mühle ihren Spitznamen. Die Patronin steht in einer Nische über der Tür. Die Originalstatue befindet sich im Historiehuis in Roermond. Eine neue Statue wurde 1961 aufgestellt und vom Künstler Eugène Eggen angefertigt.

Funktionen

De Leumolen war jahrhundertelang nur eine Getreidemühle. Beim großen Umbau im Jahr 1773 kam eine Ölmühle hinzu, die bis Anfang des 20. Jahrhunderts in Betrieb blieb. Nach der Restaurierung wird seit 2008 wieder Öl geprägt und aus Leinsamen Leinöl gewonnen. De Leumolen ist die einzige Wassermühle in den Niederlanden, die sowohl eine Getreidemühle als auch eine Ölmühle unter einem Dach beherbergt. Im 19. Jahrhundert war De Leumolen auch eine Mühle, in der Gerste zu Grütze „geschält“ wurde.

Adresse
Leumolen 3
6083BL Nunhem
Die Niederlande

Website
De Leumolen